Das Fogg Behavior Model
Menschliches Verhalten entsteht nicht im luftleeren Raum.
Es ist vielmehr eine natürliche Konsequenz verschiedener Umstände, die durch ihr Zusammenspiel eine Handlung auslösen – selbst dann, wenn es chaotisch oder unverständlich wirkt, scheinbar spontan auftritt oder unerwartet ausbleibt.
Das Fogg Behavior Model bietet eine einfache und zugleich wirkungsvolle Erklärung dafür, wie ein Verhalten (oder dessen Vermeidung) entsteht. Mit seiner Hilfe können wir unser Verhalten systematisch analysieren und so Gewohnheiten etablieren, die unseren Alltag verbessern.
In Unternehmen unterstützt das Modell Führungskräfte und HR-Teams dabei, durch kleine Veränderungen neues Verhaltensweisen zu fördern und effektive Gewohnheiten zu etablieren. So lassen sich Veränderungsprozesse gezielt steuern, die Unternehmenskultur stärken und langfristig durch eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit die Zusammenarbeit und Produktivität fördern.
Denn Verhalten entsteht nur dann, wenn drei Kernelemente zusammenkommen:
- Machbarkeit – Wie einfach ist die Handlung tatsächlich?
- Motivation – Wie stark ist der Wunsch, die Handlung auszuführen?
- Auslöser – Gibt es einen klaren Impuls, der die Handlung startet?
Fogg Behavior Model
V=MMA (Verhalten = Motivation, Machbarkeit, Auslöser) | B=MAP (Behavior = Motivation, Ability, Prompt)
Die englische Abkürzung B=MAP ist eine hilfreiche Eselsbrücke: Verhalten entsteht entsteht in einer „Landschaft“ von verschiedenen Komponenten, die sich systematisch erfassen und „kartieren“ lassen.
So wie ein Landschaftsgärtner einen Garten gezielt so gestaltet, dass das Wachstum der Pflanzen gefördert wird, können auch wir die Landschaft eines Verhaltens erkunden und gezielt anpassen. Auf diese Art lassen sich erwünschte Verhaltensweisen säen und zum Wachsen bringen – vorausgesetzt, wir verstehen genau, was nötig und wo der richtige Platz ist, damit eine Gewohnheit erfolgreich etabliert wird.
Verorten wir ein Verhalten im Fogg Behaviour Model, zeigen sich drei grundlegende Fragen, die es zu beantworten gilt:
- Gibt es einen wirksamen Auslöser?
- Ist es machbar?
- Ist
ausreichend Motivation vorhanden?
Verhalten beenden und schlechte Gewohnheiten loswerden
Die meisten Ratgeber konzentrieren sich darauf, wie erwünschte Verhaltensweisen etabliert oder unerwünschte Gewohnheiten ersetzt werden können. Und das ist auch sehr oft sehr hilfreich.
Das Fogg Behavior Model bietet darüber hinaus jedoch auch einen effektiven Ansatz, um unerwünschte Gewohnheiten gezielt zu beenden und erfolgreich zu überschreiben. Denn durch ein bewusstes Design, systematische Schritte und die gezielte Nutzung neurochemischer Prozesse im Gehirn lassen sich auch unerwünschte Gewohnheiten verändern und allmählich auflösen.
Bei Interesse, für weitere Informationen oder Angebote kontaktieren Sie uns gerne unter info@loveyourchange.de.
Wir freuen uns auf Sie!
